Donnerstag, 19. Juni 2008
Neues Layout
Wer ab und zu hier vorbeischaut, dem wird aufgefallen sein, dass eine verdächtige Korrelation zwischen meinen Prüfungszeiträumen und den zyklischen Generalüberholungen meiner Homepage besteht. Diesmal bin ich sogar recht früh dran – bis zu meinen Klausuren sind es noch ein paar Wochen.
Ich habe mich diesmal endgültig von dem in allen bisherigen Varianten immer wiederkehrenden hellen Weiß- und Blautönen verabschiedet. Stattdessen orientiert sich das neue Layout an meinen bevorzugten Farbeinstellungen für Konsolenanwendungen, insbesondere Vim. Dementsprechend habe ich auch für die Schriftgestaltung Monospace-Schriften den Vorzug gegeben. Da es keine gutaussehende Monospace-Schriftart gibt, die auf allen Betriebssystemen eine hohe Verbreitung aufweist, habe ich verschiedene Alternativen vorgesehen. Die Seite wird also sehr wahrscheinlich auf einem Mac ein wenig anders aussehen als unter Linux oder unter Windows. Meine bevorzugte Monospace-Schrift ist übrigens die DejaVu Sans Mono. Wenn diese Schrift installiert ist, seht ihr die Homepage so wie ich sie sehe.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Denn zum Glück …
… gibt’s die Packstation. Oder so. Ich könnte ja fast glauben, DHL hätte diesen pfiffigen Werbesong nur komponieren lassen, um mich zu verhöhnen bzw. Salz in die Wunde zu streuen. Aber es gibt ja das Internet und eine kurze Suche zeigte mir schon, dass ich nicht wirklich der einzige bin, der Probleme mit diesen wunderbaren Maschinen hat. Worum es geht? Ich habe am neunten Oktober ein Paket zugestellt bekommen – zumindest auf dem Papier. Gesehen habe ich es noch nicht. Es begann mit einer blauen Paketkarte, die ich in meinem Briefkasten fand. Mein erster Gedanke war: warum ist die nicht orangefarben? Stellt sich heraus, dass DHL der Meinung war, es wäre gut, wenn ich mal ihren tollen Packstationsservice ausprobiere. Dementsprechend war die Hälfte der Karte auch einfach Werbung. (Lustigerweise stand auf dieser Hälfte sogar der Hinweis „Keine Werbung, sondern Benachrichtigung zur Paketzustellung“.)
Ich laufe also zu dieser Station und halte brav nach Anweisung den Barcode auf meiner Karte an den Scanner, woraufhin sich ein kleines Fach öffnet, in welchem kein Paket liegt. Und jetzt? Sofort kommt mir in den Sinn, dass ich überhaupt keinen Beweis dafür habe, dass dieses Fach leer war. Wo ist die allgegenwärtige Videoüberwachung, wenn man sie mal braucht? Mein Blick fällt auf die Schaltfläche „Hotline“ auf dem Touchscreen der Packstation. Einen Knopfdruck später befinde ich mich in einem erinnerungswürdigen Gespräch mit einer Servicemitarbeiterin über eine unglaublich schlechte Voice-over-IP-Verbindung, die teilweise mehrere Sekunden aus unserem Gespräch schneidet und die Kommunikation so etwas erschwert. Zusätzlich muss ich mich noch mit dem Kopf gegen die Packstation lehnen und in das Mikrofon schreien, da die Mitarbeiterin mich nur sehr leise hört. Dass schon seit längeren eine Frau hinter mir wartet, die auch an die Packstation möchte, macht die Sache auch nicht gerade besser. Nach einigen Anläufen habe ich dann meine Paketnummer, persönliche Daten und Telefonnummer durchgesagt. Man verspricht mir, dass ich innerhalb von 48 Stunden Bescheid bekomme …
Eine Woche später habe ich immer noch nichts gehört, dafür landet erneut eine blaue Packstationskarte in meinem Briefkasten. An dieser Stelle möchte ich nochmals betonen, dass ich mich nicht freiwillig dafür entschieden habe, Pakete auf die Packstation geliefert zu bekommen, das war deren Idee! Ein Anruf bei der kostenpflichtigen Hotline (…) ergibt, dass es sich nicht um ein neues Paket handelt, sondern dass tatsächlich mal jemand die Packstation aufgemacht hat, mein Paket rausgefischt und wieder eingecheckt hat. Hätte mich natürlich gefreut, wenn mir das jemand telefnisch mitgeteilt hätte, aber ich bin ja schon froh, wenn ich mein Paket endlich bekomme – okay, ich wäre froh, wenn ich es endlich bekäme. Denn nachdem ich den Weg – fast schon wider besseren Wissens – noch einmal auf mich genommen habe, erlebe ich die nächste Stufe der Packstationsevolution: diesmal ist tatsächlich ein Paket im Fach – es ist nur nicht meins! Good grief, wie Charlie Brown sagen würde. Also rufe ich erneut die Hotline an – ich soll das fremde Paket zur nächsten Post bringen und man verspricht mir, mein Paket möglichst schnell zu finden. Heute habe ich der Versuchung, das andere Paket nur im Austausch gegen mein eigenes wieder herauszurücken, erfolgreich widerstanden und es zur Post gebracht, wo mir ein Mitarbeiter anvertraut, dass die Packstationen in letzter Zeit am laufenden Band Mist bauen.
Auf mein Paket warte ich weiter, zum Glück waren da nur der NTBA und der Router für meinen neuen ISDN-/DSL-Anschluss drin, also nichts, was ich irgendwie dringend bräuchte.
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